Vom Mensch und Rind

Ich – Karl-Heinz Krug – wuchs auf einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb auf. Seit frühester Kindheit war ich in der Tierpflege involviert und fütterte mit großer Selbstverständlichkeit jeden Morgen das Vieh, bevor ich an mein eigenes Frühstück dachte. Durch meinen intensiven Umgang mit den Tieren wurde mir schnell klar, welch ein kostbares Produkt Fleisch ist.


Mein Umdenken

Mitte der 80er Jahre wurde der elterliche Betrieb aufgegeben. Ich entschied, die Viehzucht mit Chevrolet Rindern – einer kräftigen, französischen Fleischrasse – im kleinen Rahmen der Muttertierhaltung weiterzuführen. Die BSE-Epidemie Anfang der 1990er Jahre brachte mich dazu, meine Zucht zu überdenken. Ich entschied mich, auf einheimische – nicht auf Hochleistung gezüchtete – Rassen zu setzten.


Wer suchet…der findet!

Auf der Suche nach einer geeignete Rasse stieß ich auf die rotbraunen Rinder, die früher im Odenwald heimisch waren. Schnell war klar… fortan züchte ich Odenwälder Rote! Mich beeindruckten neben ihrer Robustheit vor allem die charakterlichen Merkmale der Tiere, denn sie sind äußerst genügsam und von sanftem Charakter. In der Aufzucht ihrer Kälber sind sie sehr mütterlich und liebevoll.


.Das A&O? Kommunikation

Da bei meiner Zucht das Wohl der Tiere im Vordergrund steht, absolvierte ich in den 90ern einen Bullenflüster-Lehrgang. Beim „Bullenflüstern“ geht es um die richtige Kontaktaufnahme und die „Unterhaltung“ mit dem Rind. Ich lernte, die kommunikativen Signale meiner Tiere zu erkennen, richtig zu deuten und entsprechend mit meiner eigenen Körpersprache zu „antworten“. Dieses Wissen ermöglicht mir, meinen halbwilden Tieren nahe zu sein, ohne dabei  Stress und Misstrauen auszulösen.