Der Fernehof

Vor den Toren des Odenwalds liegt das idyllische 1000-Seelen Dorf Wiebelsbach – die Heimat unseres Fernehofs. Der kleine landwirtschaftliche Betrieb ist das Herzstück unserer Rinderzucht. Auf seinen hochgelegenen Weiden leben rund 40 Muttertiere mit ihren Kälbern und einige Bullen. Ein weiterer Teil unserer Rinder lebt – nicht weit entfernt – auf Weideflächen rund um das malerische Örtchen Momart. Seit Herbst 2020 beherbergen auch Weideflächen im Harz einige unserer Tiere .  


Wer wir sind – und was wir tun

Wir – Karl-Heinz Krug und Neffe Simon – widmen uns seit nunmehr 20 Jahren der Zucht des fast vergessenen Roten Höhenviehs. Unsere Odenwälder Rote sind regionale Vertreter dieser alten Hausrindrasse, die einst in deutschen Mittelgebirgen sowie in Polen und Tschechien ihre Heimat hatten. Mit unserer artgerechten und gesunden Zucht sichern wir zum einen den Erhalt dieser wertvollen Rasse. Zum anderen setzten wir ein Zeichen gegen eine entartete, industrielle Fleischproduktion.


Der Fernehof

Beim Grasen überblicken unsere Herden die sanften Hügel des Vorderen Odenwalds. Der Fernehof trägt seinen Namen jedoch nicht wegen dieser herrlichen Fernsicht. Sondern zu Ehren einer ganz besonderen Bewohnerin: Ferne – die erste Odenwälder Rote des Hofs – die wie kaum ein anderes Tier unser Tun und Handeln bis heute prägt.

Fernes außergewöhnlicher Charakter verstärkte unser Interesse an dieser besonderen Rinderrasse. Ferne war eine sanftmütige Kuh, die sich liebevolle um ihre Kälber kümmerte. Dem Menschen gegenüber begegnete sie allerdings zunächst mit Argwohn. Über die Jahre gelang es uns – mit viel Geduld und Respekt – eine enge Beziehung zu Ferne aufzubauen. Ferne lehrte uns, dass aus Mensch und Tier eine Einheit werden kann.

 


Ohne Bio-Siegel

Die Bedürfnisse unserer Tiere bestimmen unser Leben – wir stehen morgens mit ihnen auf, begleiten sie durch den Tag und haben Feierabend, wenn unsere Tiere versorgt sind. Füttern, Heu machen, Zäune reparieren, Stall misten, Rindertransport und vieles mehr – all das machen wir selbst. Unsere Art der Landwirtschaft ist mühevoll, ermöglicht uns aber auch ein hohes Maß an Unabhängigkeit. So hören wir zum Beispiel auf die Signale der Natur und nicht auf das, was uns Vorschriften vorgeben. Die Natur entscheidet, wann unser Grünfutter erntebereit ist – und nicht der Terminkalender eines Verbandes, der fernab unserer Region seinen Hauptsitz hat. Dem Risiko einer Fremdsteuerung wollen wir uns nicht aussetzten und verzichten deswegen auf ein Bio-Siegel. Stattdessen setzten wir auf unser eigenes “Rezept” aus viel Handarbeit, altem landwirtschaftlichem Wissen und Tierliebe.